Kokzidien

Die Behandlung von Kokzidien gehört in die Hände eines erfahrenen Tierarztes. Dieser wird 5%iges Baycox verschreiben. (bitte unbedingt darauf achten das es das milchige 5%ige ist und nicht das klare 2,5%ige, welches für Geflügel und für Kaninchen ungeeignet ist, da es ätzend in der Speiseröhre wirkt)

Das Baycox wird mit 0,2ml pro kg Körpergewicht des Kaninchens dosiert. Die mittlerweile gängige Methode zur Verabreichung ist 2-5-2, d. h. 2 Tage geben, 5 Tage Pause, 2 Tage geben.
Zeitgleich sollten die Ställe gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Kokzidien und Ozysten (ihre Larven) sterben am besten bei hohen Temperaturen ab. Im Innengehege kann man z.B. alles heiss abwaschen oder mit dem Dampfreiniger bearbeiten.
Im Außengehege flämmt man Ställe, Möbel und Steinplatten am besten mit einem Unkrautvernichter ab.

Eine geringe Anzahl Kokzidien im Kaninchendarm ist übrigens normal und unbedenklich. Bei Stress oder falscher Ernährung können die Kokzidien allerdings Überhand nehmen und dann sollte behandelt werden. Treten Symptome auf wie Durchfall, Apathie oder häuft liegen bleibender Blinddarmkot empfiehlt es sich eine Kotprobe beim Tierarzt untersuchen zu lassen.

Vorbeugend kann man den Darm der Kaninchen mit Oregano-Öl unterstützen, das man ins Trinkwasser mischt.
Unsere bekommen regelmässig Röhnfried Darmwohl ins Wasser.