Giardien bei Hund & Katze

Giardien sind einzellige Parasiten die schlimme Durchfälle bei unseren Haustieren auslösen können. Sie sind ansteckend und können von einem zum anderen Tier übertragen werden.

Leider sind sie mitunter sehr hartnäckig und lassen sich schwer behandeln. Die gängige Methode ist hier der Wirkstoff Fenbendazol, der in Panacur enthalten ist. In vielen Fällen schlägt die Behandlung aber nicht an. Der Darm wird durch eine längerfristige und wiederkehrende Panacur-Gabe geschädigt und die Parasiten haben noch bessere Angriffsmöglichkeiten. Auf Dauer schädigen sie die Darmwand nachhaltig und es können chronische Darmentzündungen und auch Problematik mit der Bauchspeicheldrüse entstehen.

Alternative Behandlungsmethode mit Artemisia annua

Artemisia annua, der einjährige Beifuß (nicht zu verwechseln mit unserem herkömmlichen Beifuss) enthält den Wirkstoff Artemisinin, welcher seit Jahren zur Behandlung von Malaria eingesetzt wird.
Auch Malaria basiert auf einzelligen Parasiten. Das Artemisinin oxidiert eisenhaltige Zellen im Körper.
Daher eignet es sich besonders für die Behandlung von einzelligen Parasiten und neueren Studien zufolge kann es sich sogar günstig auf die Behandlung von Krebs auswirken.

Der Artemisia annua Auszug (vorzugsweise in DMSO, nicht in Alkohol!) wird ca. 30 Minuten vor dem Füttern verabreicht.

Dosierung für Hunde und Katzen: 0,5ml pro 10 kg Körpergewicht, ein 5 kg schwerer Hund o. Katze bekäme also 0,25ml, ein 30 kg schwerer Hund bekäme 1,5ml, jeweils in Wasser verdünnt (ca. 1 Teil Artemisia annua zu 6 Teilen Wasser) direkt in die Schnauze. Dies lässt sich mit einer Spritze (ohne Nadel) leicht bewerkstelligen. Alternativ kann man es auch in etwas Quark mischen und füttern.

Die Mahlzeit sollte frühestens 30 Minuten später erfolgen, da sich das Artemisia annua sonst an die Eisenmoleküle im Futter heftet und nur diese oxidiert.

Die Behandlung erfolgt über 14 Tage, einmal täglich. Den Abschlusstest sollte man nicht zu früh machen, sondern ruhig noch weitere zwei Wochen vertreichen lassen.

Alternative Behandlungsmethode mit kolloidalem Silberwasser

Man gibt 14 Tage lang 3x täglich kolloidales Silberwasser 25ppm, in der Dosierung 5ml pro 10kg Körpergewicht mit einer Kunststoffspritze unverdünnt in die Schnauze.

Parallele Darmsanierung

Parallel wird morgens anorganischer Schwefel, in der Dosierung 0,6g pro 10kg Körpergewicht, unter das Futter gemischt. Dies wird insgesamt ca. 4-6 Wochen verabreicht.

Der anorganische Schwefel erzeugt im Darm ein. für Giardien „ungemütliches“ Klima und baut Gleichzeit Zellschäden der Darmwand wieder auf. Als Nebenwirkung können etwas unangenehm duftende Flatulenzen auftreten. Hören diese auf weiss man das die Behandlung mit dem anorganischen Schwefel abgeschlossen ist.

Gleichzeit gibt man abends, 2 Stunden nach der letzten Mahlzeit, 1 g pro 10 kg Körpergewicht, an Zeolith. Dies mischt man am besten mit etwas Sahne, Frischkäse, Hüttenkäse etc.

Zeolith ist ein poröses Gestein, welches als Pulver verwendet wird. Es nimmt wie ein Schwamm giftige Rückstände (z. B. durch abgestorbene Parasiten, aber auch Schwermetalle oder andere Giftstoffe durch Wurmkuren) auf und befördert diese aus dem Körper hinaus.
Beim Einsatz von Zeolith sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden!
Das Zeolith wird ingesamt auch für 4-6 Wochen gegeben.

Nach dieser Zeit bekommt der Hund Effiziente Mikroorganismen über das Futter. Diese werden mit 10ml pro 10 kg Körpergewicht dosiert. Die Mikroorganismen werden 6-8 Wochen lang täglich gegeben.

Effiziente oder Effektive Mikroorganismen sind eine Bakterienmischung aus „guten“ Bakterien welche sich wieder im Darm ansiedeln sollen um seine Widerstandskraft gegen Parasiten wieder aufzubauen und das gesunde Bakteriengleichgewicht wieder herzustellen.

Tips

Grundsätzlich gilt das nur ein gesunder Darm sich gegen eine erneute Infektion mit Giardien schützen kann! Daher ist ein Darmaufbau mit Anorganischem Schwefel, Zeolith und Effizienten Mikroorganismen nach jeder Behandlung mit Wurmkuren, Antibiotika etc. sinnvoll.

Unterstützen kann man die Behandlung jederzeit durch kohlehydratfreie Fütterung, denn von Kohlehydraten ernähren sich die Giardien und durch das Füttern von Moroscher-Karottensuppe, welche durch die enthaltenden Oligosaccharide das Anhaften der Giardien im Darm erschwert.

 

Individuelle Beratung unter: Tierheilkunde im Pott