Winter im Außengehege

(Archivfoto)

Kaninchen können das ganze Jahr über draußen leben und kommen auch mit der Winterkälte gut zurecht. Sie benötigen lediglich einen trockenen, windgeschützten Stall, am Besten gedämmt, und die Türen mit Plexiglas versehen damit er auch in frostigen Winternächten genug Schutz und Behaglichkeit bietet!
Den Aufbau unseres winterfesten Stalles könnt Ihr auf der Seite: Freigehege und Stall sehen 🙂

Außerdem brauchen sie besonders  Nachts, wenn es kalt ist, genügend Auslauf um sich warm halten zu können!
Gesunde Kaninchen benötigen keine Heizung im Gehege!
Sollte ein krankes oder besonders junges Tier im Winter zusätzliche Wärme benötigen empfiehlt sich ein Keramikstrahler / Dunkelstrahler mit entsprechendem Käfig. Diesen kann man gut an eine Zeitschaltuhr anschließen und im Rhythmus 15 Minuten an / 15 Minuten aus laufen lassen. Rotlicht sollte für Kaninchen, insbesondere Jungtiere nicht eingesetzt werden, da es zu punktuell wärmt und die Kaninchen austrocknen kann.
Auf keinen Fall darf es zu warm werden im beheizten Stall! Kaninchen reagieren auf starke Temperaturschwankungen schnell mit Kreislaufproblemen. Deshalb sollte man die Kaninchen im Winter auch nicht zum kuscheln ins Wohnzimmer auf die Couch holen. Dann lieber eine warme Jacke anziehen und die Süßen draußen knuddeln 🙂

Hier ist ein Beispiel für einen Dunkelstrahler / Keramiklampe mit passendem Käfig.
Wird z. B. über Amazon vertrieben: Dunkelstrahler, Käfig und Fassung.

Eine größere Herausforderung stellt im Winter das Trinkwasser dar.
Kurz nachdem man den Napf gefüllt hat, ist es schon gefroren…
Ich erwähnte in der Rubrik Ernährung bereits das ich sowohl einen
Napf/Wasserspender anbiete, als auch Nippeltränken.
Die Kaninchen trinken meist aus den Nippeltränken, wahrscheinlich weil das
Wasser dort länger frisch bleibt.
Für die Tränken habe ich im Winter eine Schlangenwärmer, der ein wenig Wärme abstrahlt und damit
verhindert das das Wasser einfriert. Die Heizschlange muss auch um den Nippel gelegt werden,
da sonst zwar das Wasser flüssig bleibt, aber der Nippel einfriert.

     

Tränke von Schlangenwärmer von Breker

Ein weitere Schwierigkeit ist natürlich das auch das Frischfutter einfriert. Viele Kaninchen fressen es trotzdem, aber angenehm ist es bestimmt nicht. Die Optimale Lösung dafür habe ich leider auch noch nicht gefunden.
Wenn es friert füttere ich mehr Kohlsorten und wenig Salat, da Salat sofort einfriert. Grünkohl z.B. friert weniger schnell ein und lässt sich daher sehr gut füttern, genauso wie Brombeeräste und Blätter. Die ich auch im Winter immer noch im Garten finde. Ansonsten gebe ich öfter am Tag kleine Portionen, stelle immer genügend Heu zur Verfügung und füttere eine extra Portion Trockenfutter. Die zusätzliche Energie können die Süßen im Winter gut gebrauchen!

frische Brombeerblätter – auch im Winter noch grün

Kleine Höhlen und Unterschlüpfe sind sehr willkommen im Winter 🙂 Hier zum Beispiel ein Katzenkorb den Mocca direkt zu seinem neuen Heim erkoren hat 😉

Außengehege im Winter
Ein geschützter Bereich für die Kaninchen und Auslauf im Schnee… perfekt!